Montag, 27. Juli 2009

The mixtape is dead :: long live the mixtape.

Unsere Kindertage haben wir damit verbracht - die gute, alte Kassette. Und eine Hommage an dieses Relikt feiern die Tapefreun.de (<< drück da) immer mal wieder. Mal leiser, mal lauter. Und manchmal steppt der Bär in der Hessischen Hauptstadt auch bis ins Morgengraue. Dann gibts für alle handgestrickte CDs - widersprüchlich, aber praktisch und sowas von fortschrittlich - oder seit Neustem die virtuelle Variante im Netz. Denn der Herr der Tapes - Master T - ist fit und denkt mit. Der hat´s nämlich auch erfunden - und nicht die Schweizer.
Wer also ne gute Mischung auf die Ohren haben will, sollte mal bei der Kassetten-WG im Datendschungel vorbeischauen und die Lauscher aufsperren. Mitwippen des rechten, großen Fusszehs ist erlaubt. Aber nur im Takt.

OOoooch NÖööööö.


Manchmal ist das Leben wohl so, wie es ist. Ist ja auch kein Wunschkonzert, Ponyhof oder nur Pommes und Disco. Und man will´s ja auch nicht langweilig - sondern Action, bitte. Und die hatte ich dann auch. Nur ne Dosis zu viel. Also kann man von einer Überdosis unerwarteter Ereignisse sprechen.


Also hier mein Erlebnisbericht des gestrigen Abends in Kurzfassung: mit hastigem Schlingen habe ich noch ein schnelles Abendbrot ohne Brot mit viel gegrilltem Gemüse und Reis bei Herrn Arkadas in Wiesbaden eingenommen. Danach gings dann mit dem S-Zug nach Frankfurt, wo ich dann mit Freude - Achtung, viel Ironie am Start - festgestellt habe, dass mein Eisträin nach Karlsruhe 60 Minuten Verspätung hat. Schlussendlich sitz ich dann mit einem Taxigutschein und ne Stunde später in einem Direktzuch nach Basel.


So weit, so gut. Basel Badischer Bahnhof - Taxi - Haustüre. Alles kein Problem. Nur die Wohnungstüre, die Robin von innen zugesperrt hat, wird mir zum Verhängniss, so dass ich nach dreissigminütigem Dauerklingeln mit zeitlich parallel verlaufenden Handyattacken schliesslich auf der Rückbank meines Corsa´s lande. Die Straßenlaterne strahlt mir ins Gesicht, dass ich mir mit meiner Hahnentritt gemusterten Jacke zudecke. Kaputze auf und zudecken ... mit dem Fensterschutz gegen Eis und Heiss. So Silberzeugs soll ja angeblich gut die Kälte abhalten. Von drei Stunden schlafe ich dann wohl vielleicht eine. Fazit um 5.45 Uhr: kalt, Knie tut weh, Leute beginnen zur Arbeit zu gehen, radeln, fahren. Ich bin wach und wünschte, ich wäre kleiner. So Rückbankgrösse.


Endlich macht Robin nach einer weiteren Attacke meinerseits auf. 15 Minuten Klingeln - Handy und Tür. Ich renne wie eine Dampfwalze - so eine alte und wütende - in mein Zimmer. Rein ins, Bett, Wecker auf halb Acht, unausgeschlafen unter die Dusche und ab zur Arbeit. Jetzt beginnt ein Tag im Tran. Wahnsinn. Alles zieht an mir vorbei. Und nun ist der Tag rum. Kaffee, Cola, viel Zucker - ich tippe und starre auf die künstliche PC-Sonne vor mir. Jetzt gibts noch Kartoffelsuppe und dann inne Heia.


Ja, ich weiß - jetzt lächelt ihr und denkt: typisch. Ich lächel mittlerweile wieder mit euch.

Die Jagd nach dem heiligen Schnitzel



Nun sitz ich hier in Basel und die Gegend ist mir immer noch ein bisschen fremd. Okay, ein bisschen ist gelogen und masslos untertrieben. Ich finde zur Arbeit, zum Aldi auf deutschem Boden und dann auch wieder nach Hause. Also: was tun?! Na klar doch - Schnitzel jagen. So richtig traditionell - so richtig wie früher. Nur mein TomTom - okay, doch nicht so ganz wie früher - und ich. Ich bin ja mal gespannt.

Hier gibt's die Hinweise für alle Schatzsucher unter euch. Einfach den Heimatort eintippen und ab geht's - wie geschüttelte Cola. Geocaching übrigens nennt sich das.

Ich werde mich jedenfalls ins Abenteuer stürzen. Und für die Oberabenteurer gibts den Fünf-Sterne-Deluxe-Geocaching-Aktschn-Trail mit Abseilen und in Löcher kriechen und mit Taschenlampen. Also Expedition Basel ... Knicklichter nicht vergessen. GI-Julia kommt mit Spürnase Jackson und Sherlock Morgner.

Fühlt sich ein bisschen an wie TKKG oder Fünf Freund. Aber zu empfehlen - und auch Stadtmenschen überleben!

Donnerstag, 23. Juli 2009

Schweinekatze - Design muss sein.


Die Schweinekatze wechselt regelmässig ihr Gewand und bietet Infos zu Allem - hauptsächlich Design - und Nichts - Sachen halt. Also mal schauen. Unterhält auf jeden Fall.

Dienstag, 21. Juli 2009

Willkommen im Veloland


Velo - das Fahrrad, der Drahtesel, das Bike - wie auch immer, es sind wahnsinnig viele davon in der Stadt unterwegs. Auch mein Rad oder, um die Besitzverhältnisse doch hier mal etwas genauer zu klären, das Rad von meiner Mom, wohnt jetzt schon hier. Okay, es steht im Keller. Aber wie jeder gute Basilianer will ich mir natürlich vorher eine Fahrradvignette kaufen - ist Pflicht und auch Haftpflicht und kostet mich gute 7 vom schweizer Geld.

"CiaoCiao Bella, Adios MonCherie" oder einfach nur 54FiftyFour54


Das war Sie also - Sie, meine letzte offizielle 54-WG-Party mit Erstwohnsitz in Deutschland. Unglaublich unvergesslich. Wer weiß, wann ich einige von Euch das nächste Mal wieder sehen werde. Aber es wurde mir ja reichlich Besuch versprochen - die Türen sind auf, die Matratze liegt bereit, könnt koooommen.
Und Jungs - Corn, Ronny Regenbogen, Stefün, Jonas - ich wünsch Euch alles Gute zum Diplom. Und Timmey nochmal alles Liebe zum Geburtstag. Es wird sich doch immer 'ne Gelegenheit finden, warum ich für 'ne Party anreisen muss. Und will.
Fazit: Saunastepaerobic mit vielen lieben Menschen - und wie die Jungs von Deichkind in diesem doch schon so ausgelutschten, aber schönen Zitat meinten: "Schmeißt die Möbel aus dem Fenster, wir brauchen Platz zum Däncen!"

Guten Tag - das Gefasel nimmt seinen Lauf ...


Nun ist es also endlich soweit. Physisch bin ich jetzt schon eine Weile hier, aber psychisch scheine ich mein Reiseziel "Auswandern" nun auch zu erreichen. Und somit scheint es wohl ein guter Zeitpunkt zu sein, mit dem Gefasel über Basel - dem BASELGEFASEL - zu beginnen.


Ich wohne jetzt also in der Schweiz. Bin ich jetzt neutral? Jedenfalls besitze ich jetzt eine B-Aufenthaltsbewilligung - auch Ausländerausweis genannt. Wahnsinn. Und ich habe eins dieser berühmten schweizer Konten eröffnet. Noch wahnsinniger, vor allem, weil es noch leer ist. Aber so ganz Schweiz bin ich dann doch noch nicht - so teile ich mir eine schöne Altbauwohnung mit dem Hamburger Jung Robin. Sozusagen Heimat in der neuen Heimat, wenn man so will. Aber dafür haben wir ja noch Elfriede - eine schweizer Bilderbuchoma - mit im Haus, die uns mit den typischen Geflogenheiten des Landes, des Kantons, der Stadt und des Hauses an sich, bekannt macht. Schliesslich wohnt die gute Frau, sie trägt immer wahnsinnig bunte Kittelschürzen, jetzt hier schon 35 Jahre. Ob es mich wohl auch so lang hier halten wird? Wohl eher nicht. Jedenfalls muss man hier ganz bestimmte Müllsäcke für seinen Müll kaufen - und auch NUR diese. Oder darf nur auf gewissen Parkplätzen parkieren - Weiß, Gelb, Blau ... was weiß ich denn?! Aber ich lerne dazu und ich fange auch an die Landessprache zu verstehen, und wenn es auch mal nicht der Fall ist, was dann doch mal öfters vorkommt, dann nicke ich lächelnd vor mich hin und hoffe, dass ich gerade nicht den größten Fehler meines Lebens begangen habe. Aber mehr dazu folgt später. Zum Glück hab ich ja noch Tine's Geschenk bei mir - das schlaue "Gebrauchsanweisung für die Schweiz"-Buch. Mein Retter in schon einigen Lebenslagen.


Somit ist der Startschuss des Bloggens gefallen und das Gefasel nimmt seinen Lauf.